Astra-Stube
Die Astra-Stube ist klein, aber fein. In die ehemalige Eckkneipe passen bei optimistischer Schätzung vielleicht 70 Menschen, wenn sie sich bemühen. Das Interieur ist sehr schlicht bis trashig, typisch Schanzenviertel halt.
Es gibt ein sehr engagiertes und innovatives Liveprogramm, bei dem es immer etwas zu entdecken gibt. Ein rechtzeitiges Erscheinen bei Konzerten wird angesichts der kleinen Fläche dringend empfohlen.
Das DJ-Programm, meist bestritten von lokalen Matadoren, tummelt sich in allen Subkulturen. Wer sich unterhalten will, muss allerdings über ein entweder sehr lautes Organ verfügen oder woanders hingehen. Denn selbst wenn nur drei Gäste da sind, wird die Anlage aufgedreht, als müsse die über den Köpfen rumpelnde Bahn 20fach überbeschallt werden. Am Wochenende meist sehr gut besucht. In direkter Nachbarschaft sind Fundbureau und Waagenbau. Die Astra-Stube ja zum Jahresanfang den Besitzer gewechselt (wird jetzt von den Ponybar-Betreibern gemanagt), was sich bisher aber im Programm nicht bemerkbar gemacht hat - man fährt die alte Linie weitestgehend fort.
Öffnungszeiten:
Mo-Sa ab 21.30 - open end
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Max-Brauer-Allee 200
22769 Hamburg
Tel: 040 432 50 626 ab 21.00 Uhr
Fax: 040 432 90 769
www.astra-stube.de
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Fundbureau/Findbar
Der von einem Verein betriebene Club bietet ein breit gefächertes Programm von Lesungen über Ausstellungen und Konzerten bis hin zu Parties der verschiedensten Stilrichtungen. Manchmal wirkt die Vielseitigkeit allerdings beliebig. Dank seines Engagements sind der dahinter stehende Verein und das Fundbureau selbst in der Altonaer Bezirkspolitik mittlerweile zum Vorzeigeliebling avanciert. Nach Brandschäden etwas behelfsmäßiger eingerichtet, aber immer noch ein schöner Veranstaltungsort. Ähnlich wie der/das benachbarte Waagenbau verfügt das Fundbureau über zwei große Gewölbe, die miteinander verbunden sind und die direkt unter der Fern- und S-Bahnstrecke liegen. Die Räume werden oft auch von anderen Partymachern genutzt, wie z.B. der erfolgreichen Datscha-Party-Gruppe. Die Örtlichkeit ist zudem für Privatparties buchbar. Im Eingangsbereich findet man die Findbar, die für kleinere Veranstaltungen genutzt wird.
Öffnungszeiten:
je nach Programm
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Stresemannstr.114
22769 Hamburg
Tel: 040 43 251 351
www.fundbureau.de
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Golden Pudel Club
Immer noch ein netter Ort, in den SPEX-Jahrespolls auch immer noch hoch gelistet, dennoch ist der Ruf des Avandgardistischen etwas verflogen. Selbst die nette Rundumverorgung mit Grillfleisch und Bowle im Sommer, wo es im bzw. am Pudel auf der Hafentreppe am schönsten ist, hat nachgelassen. Dafür immer noch gutes Musikprogramm, leider kein belgisches Bier mehr, schön verwarztes Inneres. Seit kurzem sind Rocko Schamoni und der unvermeidliche Schorsch Kamerun wieder die Betreiber dieser Institution und standen beim letzten Besuch auch imagefördernd und hier-trifft-sich-die-Szene-Legenden-bilden-wollend an der Theke herum. Mal sehen, ob die beiden graumelierten Herren dem Club neuen Schwung geben können. Die Räumlichkeiten: Kleine Tanzfläche, was die Euphorie der Tanzenden jedoch nur steigert. Überhaupt ist dieser Club im Winter sehr klein; im Sommer mit der Bewirtung der Hafentreppe schwillt der Besucherstrom aber um ein vielfaches an. Musik: Elektrische Musik jeglicher Richtung, Hip Hop, Punkrock und Kuriositäten. Die Website ist nach dem Betreiberwechsel erfreulicherweise endlich wieder auf einem aktuellen Stand, auch wenn sie jede Menge Mumpitz enthält. Das ist schon einmal ein guter Neubeginn.
Öffnungszeiten:
je nach Programm
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Fischmarkt 27
22767 Hamburg
Tel: 040 - 31 95 336
www.pudel.com
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Grüner Jäger
Da kommen Erinnerungen auf: jedes Landei und jeder Vorstädter unter uns minderprivilegierten Bildungsbürgerkindern hatte sie: Schulfreunde, deren Eltern ihr sauer Erspartes oder unrechtmäßig Erworbenes in ein üppiges Einfamilienhaus gesteckt hatten, um es den Nachbarn zu zeigen. Die Schulfreunde waren natürlich meist blöd, aber ihre Parties waren immer sehr gelungen, konnte man doch das ganze Haus bevölkern, im Schlafzimmer der Eltern nach dem Rechten sehen, im Garten orangefarbene Provinzbiergebindeverpackungen verbrennen oder den Weinkeller bzw. die Partykellerbar plündern. Im Grünen Jäger sind die Räumlichketen ähnlich: Ein vollkommen alleinstehendes Haus mitten in der Stadt, ein schöner kleiner Biergarten, nicht viel größer als eine bessere Terrasse, ein wohnzimmerartiger Raum mit Sofas und Sesseln, die Treppe hinauf noch einmal ein sehr intimes Zimmer und natürlich eine Bar, an der man heute allerdings zivilisiert bestellt und bezahlt, anstatt sie zu plündern. Dazu gute Veranstaltungen im Indiespektrum wie der Revolver Club und der Club van Cleef und neuerdings auch kleine Konzerte. Insgesamt ziemlich junges Volk.
Öffnungszeiten:
je nach Programm
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Neuer Pferdemarkt
20359 Hamburg
Tel: nicht bekannt
www.gruener-jaeger-stpauli.de
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Hafenklang
Mittlerweile ausschließlich von der kaputten Neubau- und Sanierungswelt des Stilwerks und der Luxusapartments umgeben ist dies der Fels in der Brandung. Immer wieder gab es Bestrebungen, das Haus abzureißen, im Moment ist diesbezüglich offensichtlich Ruhe. Ein empfehlenswerter Ort der Subkultur. Viele gute Konzerte verschiedener Stilrichtungen. Auch immer wieder bassschwangere Reggae-Veranstaltungen. Das Interieur ist eher sperrmüllmäßig, was bei den alle paar Jahre wieder auftretenden Flutschäden mit anschließender Solikonzertwelle über Hamburg nur zu verständlich ist. Die Nähe zur Elbe ist aber auch ein Glücksfall: Nur 50 Meter vor der Tür kann man sich an den Strom stellen und das Containerterminal gegenüber bewundern. Das Innere ist getrennt in einen Thekenraum und einen Konzert/Tanzraum. Beides ist nicht sonderlich groß, so dass sich bei Konzerten rechtzeitiges Kommen lohnt.
Öffnungszeiten:
je nach Programm
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Große Elbstrasse 84
22767 Hamburg
Tel: 040 - 38 87 44
Fax: 040 - 38 61 62 23
www.hafenklang.de
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Knust
Der Traditionsclub, der bis vor drei Jahren im Keller eines schönen Kontorhauses in der Brandstwiete untergebracht war und dort zu einigem Ruhm in Sachen Livekultur und Indierock gelangt ist, tat der Umzug dennoch gut. Im alten Schlachthof zwischen Schanzen- und Karoviertel ist man natürlich mitten in der Szene angekommen, die nun nicht mehr den ungeliebten Weg in die innerstädtische Szenediaspora auf sich nehmen muss. Die Raumaufteilung ist optimal, da ein großzügiger Kneipenbereich durch einen nicht zu großen Tanz- und Konzertraum ergänzt wird und somit ein gediegener Abend beim Bier mit angeregtem Gespräch genau so möglich ist wie ein ausgelassener Tanzabend oder ein kultivierter Konzertbesuch. Im Sommer kann man zudem draußen auf Bierbänken vor dem Knust entspannt den Tag ausklingen lassen. Wenn denn das Wetter danach ist. Das Konzertprogramm hat sein Niveau gehalten und ein Blick in den Veranstaltungskalender lohnt sich jedem Monat.
Öffnungszeiten:
je nach Programm
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Neuer Kamp 30
20357 Hamburg
Tel: 040 - 87 97 62 30
Fax: 040 - 87 97 62 35
www.knusthamburg.de
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Molotow
Club mit hoher Konzert-Frequenz, der viele Newcomer meist aus dem Independent- oder Neo-Sixties-Bereich präsentiert. Manchmal auch etwas bekanntere Bands, darunter einige Perlen. Bei Konzerten kann die Luft in dem Keller allerdings schnell dick werden. Bei Tanzveranstaltungen hingegen, die z.T. durchaus ambitioniert sind, ist es manchmal etwas zu leer. Abgetrennt vom Konzert- und Tanzraum ist noch ein Thekenbereich, in dem man in Ruhe sein Bier trinkt oder sich mit anderen am Kicker misst. Deko ist spartanisch rumpelig 60/70ies. Dazu gehört die darüber befindliche Meanie Bar. Mehr gibt es dazu irgendwie nicht zu sagen.
Öffnungszeiten:
je nach Programm
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Spielbudenplatz 5 (Reeperbahn)
20359 Hamburg
Tel: 040 - 310 845
Tel: 040 - 43 011 10 (Büro)
Fax: 040 - 432 54 595
www.molotowclub.com
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Rote Flora
Die lange politische Geschichte des alten Gebäudes und seiner Besetzer sei hier der Einfachheit halber ausgeblendet. Reichlich Information findet sich hier (Achtung, Revolutionsphrasenfilter anstellen). Neben dem Politzirkel mit seinen zum Teil bizarren politischen Aktionen und Äußerungen verfügt die Flora aber auch über eine sehr engagierte Kulturgruppe, die interessante, neuartige und gegen den Mainstream gerichtete Veranstaltungen vom HC-Konzert bis zur Reggea-Party, oft mit dem szenetypischen Solihintergrund, organisiert. Immer wieder nette Überraschungen im Programm. Man sollte viel häufiger hingehen.
Die Räumlichkeiten sind reichlich heruntergekommen, die Toiletten zum Teil echter Horror, aber andererseits ist dieser Zustand ein verlässlicher Bündnispartner gegen die Inanspruchnahme der Flora durch das den Machern missliebige Volk von gegenüber. Publikum also definitiv alternativ bis linksextrem. Nach HC-Konzerten riecht es übrigens im ganzen Lande gleich: streng. Das scheint der hohe Testosteronspiegel der tanzenden Männer zu verursachen. Eintritt ist immer günstig, um keine sozialen Hürden aufzubauen. Junkies dürfen die Flora nutzen und da auch fixen. Das sollte man als Besucher dementsprechend akzeptieren.
Öffnungszeiten:
je nach Programm
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Schulterblatt 71
20357 Hamburg
www.rote-flora.de
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Waagenbau
Direkter Nachbar der Astra-Stube und ähnlich innovativ, wenngleich viel größer und damit ein größeres Publikum ansprechend. Vermutlich derzeit wichtigster kommerzieller Club der Hamburger Hip Hop-Szene, es finden aber auch viele Elektronikveranstaltungen statt. Sehr urban, eine echte Bereicherung. Auch die Location ist ansprechend, man erwartet unter den Gleisen von außen kaum soviel Platz. Eher jüngeres Publikum. Mein bisher einziger Besuch begann spektakulär: Kurz bevor ich des Nachts zufällig den Club passierte, wurde ein Knäul sich balgender junger Menschen aus dem Laden katapultiert und landete sich immer noch beharkend auf der Max-Brauer-Allee. Dieses Schauspiel war so saloonesk, dass ich mich sofort zum Betreten des Waagenbau entschloss. Das Katapult waren übrigens die Türsteher, die vermutlich eine etwas härtere Türpolitik fahren.
Öffnungszeiten:
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Max-Brauer-Allee 204
22769 Hamburg
Tel: 040 244 205 09 (Büro)
www.waagenbau.com
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